Dieses Jahr feierte die Trachtengruppe Großau ihr 20-jähriges Jubiläum.  Gegründet, geprägt und mit viel Fachkenntnis angeleitet von Maria Schenker, erlebt diese Gruppe, dass ihr Durchschnittsalter heute nach unten geht. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene reihen sich mit großer Freude und Motivation in die Gruppe ein. Sehr zur Freude derjenigen die dieser Gruppe in all den Jahren treu geblieben sind und derer, die den Umzug nur noch am Bildschirm miterleben können. 

Unser Dank gilt ganz besonders diesen Menschen, weil sie vor 20 Jahren ihre Trachten mit einer Selbstverständlichkeit angezogen und präsentiert haben und uns Freude und Treue vorgelebt haben. Sie alle unterstützen uns auch heute mit Rat und Tat.  

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums hat die Trachtengruppe eine landlerische Hochzeit präsentiert. Besonders zu beachten war der Kopfschmuck der Braut. Die Fisir ist eine Art von Scheitelhaube die die landlerischen Mädchen nur bei der Konfirmation und bei der Hochzeit getragen haben, als Braut oder als Brautmädel. Die Fisir besteht aus einem breiten Seidenband das hinten von einem runden Haarzopf der mit einem dem Haarnetzähnlichen Seidenstoff eingehüllt und dann zusammengenäht wird. In der Mitte wird ein aus Seidenblumen kleines Sträußchen angebracht das zusammen mit einem kleinen hellen “Haubenband angenäht wird.

In Großau wurden bis ca. 1943/44 die landlerischen Mädchen noch so konfirmiert, natürlich waren die Bänder in dunklen Farben gehalten und bis Anfang der fünfziger Jahre wurde die Fisir auch noch gelegentlich zur Hochzeit getragen. Danach wurde sie leider kaum noch getragen, es sind nur ganz wenige erhalten geblieben.

Die Trachtengruppe hat die Besonderheiten der Großauer Tracht in einer großen Bandbreite veranschaulicht: die landlerische UND die sächsische Tracht im Laufe des Lebens. Vom Kind, konfirmierte Jugendliche – mit Kopfband oder Borten, Frauen mit den blauen und weißen Kopftüchern, die „Koppen“ sowie die Tracht der Jungen und Männer.

Ein ganz herzliches Dankeschön den 76 Teilnehmern, die mit großer Freude ihre Trachten präsentierten und damit sehr viele Menschen glücklich gemacht haben; die von Nah und Fern angereist sind und keine Mühe gescheut haben die Trachten zusammenzutragen und vorzubereiten.  Bemerkenswert ist das Ergebnis dieser Vorbereitung: die Tradition wurde befolgt und umgesetzt, sie wird wieder vertraut und erfreut die Träger.

Den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wünschen wir, dass das Erlebte zu einer schönen und lebendigen Erinnerung wird, die sie immer wieder in diese Gemeinschaft führt.

Ein herzliches Dankeschön den Verantwortlichen: Irmgard Vetro, Dagmar Baatz, Rosi Stieger und Frau Maria Schenker für die Anleitung und tatkräftige Unterstützung. Dieses schöne Ereignis hat Brigitte Holzinger in Bild und Ton festgehalten,  um mit möglichst vielen Menschen diese Freude zu teilen.

https://www.youtube.com/watch?v=7tZKJaEWYEQ

Herzlichen Dank!

Dagmar Baatz

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